MALTE SCHILLER
Malte Schiller begann noch während seiner Schulzeit sein Musik – Studium mit dem Schwerpunkt Jazz-Saxophon als Jungstudent in Enschede, Niederlande, bei Prof. Martin Classen. In Bremen setzte er als regulärer Student das Studium fort und erhielt 2008 seinen Abschluss mit Auszeichnung. Zu dieser Zeit war er Mitglied im Landesjugendjazzorchester Niedersachsen, im BuJazzO und Gründungsmitglied der in Oldenburg ansässigen Nordwest Bigband.
Nach seinem Studium zog Malte Schiller nach Berlin, wo er seine Studien im Bereich Komposition und Arrangement bei Prof. Ed Partyka und Jim McNeely fortsetzte.Mit seinem 11-Köpfigen Ensemble „Malte Schillers Red Balloon“, bestehend aus den talentiertesten jungen Jazz-Musikerinnen und - Musikern der Berlin Jazz-Szene, nahm er 2009 die erste CD des Ensembles „The Second Time Is Different“ (2012 Unit Records) auf.
2011 wurde Malte Schiller mit dem ersten Preis des Wettbewerbs für moderne Komposition für Bigband „Jazz-Comp-Graz“ in Graz, Österreich, ausgezeichnet. Im Herbst 2011 wurde er vom Hessischen Rundfunk beauftragt, ein Arrangement zum “Radiohead Jazzproject” zu schreiben. Im März 2012 wurde er für den „Arrangers Workshop“ des Metropole Orchestras nach Hilversum eingeladen, um als Arrangeur an einer Produktion mit Kurt Elling teilzunehmen. Im selben Jahr hatte Malte Schiller die große Ehre, das Stück “The Tree” von Charlotte Greve für das “Jazzbaltica” Ensemble zu arrangieren.
Für den April 2013 wurde Malte Schiller eingeladen, um als Komponist, Arrangeur und Dirigent ein Projekt mit der Bigband des hessischen Rundfunks durchzuführen.Seit 2013 unterrichtet Malte Schiller Komposition und Arrangement als Lehrbeauftragter der Hochschule für Künste in Bremen.
Nach seinem Studium zog Malte Schiller nach Berlin, wo er seine Studien im Bereich Komposition und Arrangement bei Prof. Ed Partyka und Jim McNeely fortsetzte.Mit seinem 11-Köpfigen Ensemble „Malte Schillers Red Balloon“, bestehend aus den talentiertesten jungen Jazz-Musikerinnen und - Musikern der Berlin Jazz-Szene, nahm er 2009 die erste CD des Ensembles „The Second Time Is Different“ (2012 Unit Records) auf.
2011 wurde Malte Schiller mit dem ersten Preis des Wettbewerbs für moderne Komposition für Bigband „Jazz-Comp-Graz“ in Graz, Österreich, ausgezeichnet. Im Herbst 2011 wurde er vom Hessischen Rundfunk beauftragt, ein Arrangement zum “Radiohead Jazzproject” zu schreiben. Im März 2012 wurde er für den „Arrangers Workshop“ des Metropole Orchestras nach Hilversum eingeladen, um als Arrangeur an einer Produktion mit Kurt Elling teilzunehmen. Im selben Jahr hatte Malte Schiller die große Ehre, das Stück “The Tree” von Charlotte Greve für das “Jazzbaltica” Ensemble zu arrangieren.
Für den April 2013 wurde Malte Schiller eingeladen, um als Komponist, Arrangeur und Dirigent ein Projekt mit der Bigband des hessischen Rundfunks durchzuführen.Seit 2013 unterrichtet Malte Schiller Komposition und Arrangement als Lehrbeauftragter der Hochschule für Künste in Bremen.
RELEASES
Lineup
Malte Schiller - Musikalische Leitung
Nils Wogram - Posaune
Matthias Knoche - Gesang
Simon Bodensiek - Altsaxophon, Sopransaxophon, Querflöte
Evgeny Ring - Altsaxophon, Sopransaxophon, Klarinette
Sebastian Wehle - Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Johannes Moritz - Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Florian Leuschner - Baritonsaxophon, Bassklarinette, Kontraaltklarinette
Konrad Schreiter, Sebas an Haas, Roland Heinze, Vincent Hahn, Patrick Schanze - Trompete, Flügelhorn
Andreas Uhlmann, Stephan Krause, Julian Schließmeyer - Posaune Matthias Büttner - Bassposaune
Florian Kästner - Konzertflügel
Philipp Rohmer - Kontrabass
Philipp Scholz - Schlagzeug
Nils Wogram - Posaune
Matthias Knoche - Gesang
Simon Bodensiek - Altsaxophon, Sopransaxophon, Querflöte
Evgeny Ring - Altsaxophon, Sopransaxophon, Klarinette
Sebastian Wehle - Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Johannes Moritz - Tenorsaxophon, Klarinette, Bassklarinette
Florian Leuschner - Baritonsaxophon, Bassklarinette, Kontraaltklarinette
Konrad Schreiter, Sebas an Haas, Roland Heinze, Vincent Hahn, Patrick Schanze - Trompete, Flügelhorn
Andreas Uhlmann, Stephan Krause, Julian Schließmeyer - Posaune Matthias Büttner - Bassposaune
Florian Kästner - Konzertflügel
Philipp Rohmer - Kontrabass
Philipp Scholz - Schlagzeug
Details
Catalogue Number
Recording Engineer
Mixing Engineer
Mastering Engineer
Album Duration
Genre
Jazz
Release Date
16.04.2026
Description
Nach einem ersten gemeinsamen Konzert mit dem jungen, schon mehrfach ausgezeichneten, Komponisten Malte Schiller (u.a. „Jazz-Comp-Graz“, „Burghauser Jazzpreis“) im Herbst 2012 in der Nato Leipzig, entstand die Idee, dass Schiller acht neue Kompositionen & Arrangements für das zweite Studioalbum der „Spielvereinigung Sued“ schreibt. Als Gastsolist konnte hierfür der Ausnahme-Posaunist Nils Wogram gewonnen werden. Entstanden ist ein herausragendes Programm voll musikalischer Poesie, farbenreicher Klangästhetik und pulsierender Energie. Wograms unverwechselbarer Posaunenklang wird von Schiller kompositorisch so in Szene gesetzt, dass man meinen könnte, Solist und Band verschmelzen ineinander. Malte Schillers eindringliche Kompositionen werden umrahmt von Song-Arrangements von Kurt Weill und der britischen Rockband Radiohead. Eine doppelte Hommage wie sie unterschiedlicher nicht
sein könnte, dennoch im Kern Malte Schillers Reminiszenz an die eigene musikalische & kompositorische Entwicklung ist.
sein könnte, dennoch im Kern Malte Schillers Reminiszenz an die eigene musikalische & kompositorische Entwicklung ist.
Lineup
Andreas Lang - Bass
Dan Weinstein, Sol Daniel Kim, Lauren Franklin-Steinmetz, Liron Yariv - Cello
Reinhold Schmölzer - Drums
Jan-Olaf Rodt - Gitarre
Malte Schiller - Saxophone, Flöte, Bassklarinette, Komposition
Dan Weinstein, Sol Daniel Kim, Lauren Franklin-Steinmetz, Liron Yariv - Cello
Reinhold Schmölzer - Drums
Jan-Olaf Rodt - Gitarre
Malte Schiller - Saxophone, Flöte, Bassklarinette, Komposition
Details
Catalogue Number
Recording Engineer
Mixing Engineer
Mastering Engineer
Album Duration
Genre
Jazz
Release Date
16.04.2026
Description
Malte Schiller ist einer der bemerkenswertesten Komponisten und Arrangeure des jungen deutschen Jazz. Das hat sich nach den zwei, bei Unit Records erschienen Alben seiner stilistisch prall gefüllten Kompakt-Big-Band Red Balloon mittlerweile herumgesprochen. Die FAZ feiert Schiller als „Jazz-Partiturenschreiber mit bereits grandios entwickelten Fähigkeiten“, bei der Jazzwoche Burghausen wurde sein Ensemble aufgrund der „komplexen und geistvollen Kompositionen“ mit dem „Europäischen Nachwuchs-Jazzpreis“ prämiert, die Big Band des Hessischen Rundfunks lud ihn als Komponisten, Arrangeur und Dirigenten für das Konzert-Projekt „Junge Helden“ ein. International konnte der Niedersachse ebenfalls für einiges Aufhorchen sorgen: 2011 erhielt er den österreichischen Komponistenpreis „Jazz Comp Graz“, und auch auf den Pulten der renommierten niederländischen Klangkörper-Institution Metropole Orchestra lagen schon Arrangements des 1982 geborenen Tonsetzer-Überfliegers. Über die Ehrungen für seine Arrangierkünste kann aber leicht in Vergessenheit geraten, dass es sich bei Schiller auch um einen ausgezeichneten Saxofonisten mit einem robusten Ton und lässigem improvisatorischen Erfindungsreichtum handelt. Seine neue Einspielung gibt nun die Gelegenheit, den Wahl-Berliner von einer Seite kennenzulernen, die er bei Red Balloon zugunsten seiner Mitstreiter nur äußerst dosiert zeigte. „Ich wollte auch mal wieder als Solist tätig werden“, sagt Schiller. Das ist ein Gewinn für den Hörer – zumal der Tenorsaxofonist, Flötist und Bass-Klarinettist alles andere als gewöhnliche Rahmenbedingungen für seine mal berührenden, mal beherzt zupackenden Solo-Exkurse gewählt hat. Auf „xx“ steht einem Jazz-Quartett mit Bläser, Gitarrist, Bassist und Schlagzeuger ein Verbund von vier Cellisten gegenüber. Rainer Haarmann, der langjährige Leiter des Festivals JazzBaltica, brachte Schiller auf die Idee, einen Versuch mit Streichern zu unternehmen; die anschließende Einladung zum Arrangers Workshop des Metropole Orchestra führte bei dem jungen Orchestrator zu einer Vertiefung des reizvollen Gedankens.
„Die Hinzunahme eines normalen Streichquartetts erschien mir allerdings zu langweilig und zu ausgelatscht“, erklärt Schiller, der selbst 13 Jahre lang Cello spielte, bevor er endgültig zum Saxofon wechselte. Dieses Wissen half dem Komponisten sehr beim Schreiben der Stücke. „Es ist ja oft so, dass Streicher bei Jazz-Produktionen nur lange Töne spielen. Das wollte ich nicht. Die Cellisten sollten auch mal ackern“, lacht Schiller. Die harte Arbeit ist dem US-amerikanisch-israelisch-österreichischen Cello-Quartett freilich nicht anzumerken. Mit augenzwinkernder Funkiness übernimmt es das Thema in „All the Way“, verführt mit schwelgerischen Linien in der poppigen Ballade „I'll Stay And Watch“ oder betreibt mit den Kollegen vom Jazz-Quartett eng verzahnte motivische Frage-Antwort-Spiele in „Even If Things Fall“. Cellistin Lauren Franklin-Steinmetz überzeugt dabei mit warmherzigen Soli im Jazzidiom. „Die klassischen Musiker der jüngeren Generation haben keine Berührungsängste mehr mit dem Jazz. Es ist zum Glück nicht mehr wie früher, als es hieß, dass man sich mit Jazz den Ton versaue“, erklärt der Bandleader. Hier treffen keine zwei Quartette aus unterschiedlichen Welten aufeinander, sondern Wesensverwandte. Aus diesem Grund klingt dieses Oktett oft eher wie ein Quintett. Nicht nur weil er sich auf „XX“ als ein mit allen Michael-Brecker- und Eddie-Harris-Wassern gewaschener Solist präsentiert, ist die Einspielung Schillers bislang persönlichstes Album geworden. Die Stücke entstanden in einer Zeit, als sich im privaten Umfeld des Musikers viele einschneidende Dinge ereigneten – wie zum Beispiel der Tod des 101-jährigen Großvaters. Dem Verstorbenen hat der Enkel mit „The King“ eine gleichermaßen liebevolle wie rhythmisch eigenwillige Hommage gewidmet. Man hätte den Familien-Patriarchen gerne kennengelernt. Aber auch die anderen Titel, die mit Ausnahme der Tom-Waits-Nummer „The Briar And the Rose“ allesamt aus der Feder des Niedersachsen stammen, führen geradewegs in den still glühenden Kern von Schillers Klangkosmos. „Sir David Brewster's Invention“, im Gedenken an den Erfinder des Kaleidoskops geschrieben, feiert einen in der Kunst der Spiegelungen und farbigen Symmetrien bewanderten Vorgänger des Komponisten. „Time of Change“ kultiviert nach einem rasanten strawinskyesken Beginn die „eigene traurige Schönheit“, die Big-Band-Schwergewicht Ed Partyka der Musik Schillers attestiert. „I'll Stay and Watch“ schließlich birgt schon im Namen die Philosophie des jungen Komponisten, Arrangeurs und Multiinstrumentalisten. „Das ist eine grundsätzliche Haltung, die ich habe“, sagt Schiller, „erst mal schauen. Nicht wegrennen. Man neigt dazu, im Alltag alles punktuell zu sehen und sich schnell verrückt zu machen. Aber: Man braucht das größere Bild.“ Es ist diese Mischung aus Liebe zum Detail und souveräner Meisterschaft im Umgang mit dem Großen und Ganzen, die aus „xx“ ein geradezu mehrdimensionales Gebilde macht. Ein Haus aus Tönen, das Malte Schiller – Architekt, Baumeister und Bewohner zugleich – dem Besucher bereitwillig aufschließt.
„Die Hinzunahme eines normalen Streichquartetts erschien mir allerdings zu langweilig und zu ausgelatscht“, erklärt Schiller, der selbst 13 Jahre lang Cello spielte, bevor er endgültig zum Saxofon wechselte. Dieses Wissen half dem Komponisten sehr beim Schreiben der Stücke. „Es ist ja oft so, dass Streicher bei Jazz-Produktionen nur lange Töne spielen. Das wollte ich nicht. Die Cellisten sollten auch mal ackern“, lacht Schiller. Die harte Arbeit ist dem US-amerikanisch-israelisch-österreichischen Cello-Quartett freilich nicht anzumerken. Mit augenzwinkernder Funkiness übernimmt es das Thema in „All the Way“, verführt mit schwelgerischen Linien in der poppigen Ballade „I'll Stay And Watch“ oder betreibt mit den Kollegen vom Jazz-Quartett eng verzahnte motivische Frage-Antwort-Spiele in „Even If Things Fall“. Cellistin Lauren Franklin-Steinmetz überzeugt dabei mit warmherzigen Soli im Jazzidiom. „Die klassischen Musiker der jüngeren Generation haben keine Berührungsängste mehr mit dem Jazz. Es ist zum Glück nicht mehr wie früher, als es hieß, dass man sich mit Jazz den Ton versaue“, erklärt der Bandleader. Hier treffen keine zwei Quartette aus unterschiedlichen Welten aufeinander, sondern Wesensverwandte. Aus diesem Grund klingt dieses Oktett oft eher wie ein Quintett. Nicht nur weil er sich auf „XX“ als ein mit allen Michael-Brecker- und Eddie-Harris-Wassern gewaschener Solist präsentiert, ist die Einspielung Schillers bislang persönlichstes Album geworden. Die Stücke entstanden in einer Zeit, als sich im privaten Umfeld des Musikers viele einschneidende Dinge ereigneten – wie zum Beispiel der Tod des 101-jährigen Großvaters. Dem Verstorbenen hat der Enkel mit „The King“ eine gleichermaßen liebevolle wie rhythmisch eigenwillige Hommage gewidmet. Man hätte den Familien-Patriarchen gerne kennengelernt. Aber auch die anderen Titel, die mit Ausnahme der Tom-Waits-Nummer „The Briar And the Rose“ allesamt aus der Feder des Niedersachsen stammen, führen geradewegs in den still glühenden Kern von Schillers Klangkosmos. „Sir David Brewster's Invention“, im Gedenken an den Erfinder des Kaleidoskops geschrieben, feiert einen in der Kunst der Spiegelungen und farbigen Symmetrien bewanderten Vorgänger des Komponisten. „Time of Change“ kultiviert nach einem rasanten strawinskyesken Beginn die „eigene traurige Schönheit“, die Big-Band-Schwergewicht Ed Partyka der Musik Schillers attestiert. „I'll Stay and Watch“ schließlich birgt schon im Namen die Philosophie des jungen Komponisten, Arrangeurs und Multiinstrumentalisten. „Das ist eine grundsätzliche Haltung, die ich habe“, sagt Schiller, „erst mal schauen. Nicht wegrennen. Man neigt dazu, im Alltag alles punktuell zu sehen und sich schnell verrückt zu machen. Aber: Man braucht das größere Bild.“ Es ist diese Mischung aus Liebe zum Detail und souveräner Meisterschaft im Umgang mit dem Großen und Ganzen, die aus „xx“ ein geradezu mehrdimensionales Gebilde macht. Ein Haus aus Tönen, das Malte Schiller – Architekt, Baumeister und Bewohner zugleich – dem Besucher bereitwillig aufschließt.
Lineup
Charlotte Greve - Altsaxphon, Sopransaxophon
Viktor Wolf - Baritonsax, Kontrabassklarinette
Andreas Waelti - Bass
Uli Kempendorff, Viktor Wolf - Bassklarinette
Jan Schreiner, Hannes Oppel - Bassposaune
Stefan Rocke - Fagott
Jur de Vries - Cello
Malte Schiller - Komposition
Reinhold Schmölzer - Schlagzeug
Linus Bernoulli - Horn
Manuel Schmiedel - Klavier
Mastered By – Christoph Stickel
Tenor Saxophone – Uli Kempendorff
Andrej Ugoliew - Posaune
Florian Menzel, Johannes Böhmer - Trompete, Flügelhorn
Jan Schreiner - Tuba
Noortje Köhne - Viola
Peter Grond, Vera van der Bie - Violine
Viktor Wolf - Baritonsax, Kontrabassklarinette
Andreas Waelti - Bass
Uli Kempendorff, Viktor Wolf - Bassklarinette
Jan Schreiner, Hannes Oppel - Bassposaune
Stefan Rocke - Fagott
Jur de Vries - Cello
Malte Schiller - Komposition
Reinhold Schmölzer - Schlagzeug
Linus Bernoulli - Horn
Manuel Schmiedel - Klavier
Mastered By – Christoph Stickel
Tenor Saxophone – Uli Kempendorff
Andrej Ugoliew - Posaune
Florian Menzel, Johannes Böhmer - Trompete, Flügelhorn
Jan Schreiner - Tuba
Noortje Köhne - Viola
Peter Grond, Vera van der Bie - Violine
Details
Catalogue Number
Recording Engineer
Mixing Engineer
Mastering Engineer
Album Duration
Genre
Jazz
Release Date
16.04.2026
Description
„Not So Happy“ heißt die zweite CD von Malte Schillers Red Balloon, und die Frage darf durchaus erlaubt sein: Wie bitte? Gründe fürs Trübsalblasen gibt es für den Komponisten, Arrangeur und Dirigenten Malte Schiller und seine Großformation nämlich überhaupt keine. Nach der Veröffentlichung des Debüts „The Second Time Is Different“ vor zwei Jahren hob Red Balloon ordentlich ab: Die FAZ lobte die Einspielung geradezu hymnisch mit den Worten „berückend, berauschend und immer perfekt gespielt verzaubert hier Klangmagie die verschiedensten Formen“. Es gab bejubelte Festivalauftritte bei JazzBaltica und Fernsehmitschnitte; bei der Jazzwoche Burghausen erhielt Red Balloon den mit 15 000 Euro dotierten Nachwuchspreis.
„Not So Happy“ ist denn auch nicht als die Zustandsbeschreibung eines der verheißungsvollsten Jazz-Ensembles Europas zu verstehen, sondern eher als eine poetische Annäherung an den neuen Sound der Band. Dunkler ist der Gruppenklang geworden aufgrund der Hinzunahme von tieftönenden Instrumenten wie Kontrabassklarinette oder Tuba, aber auch profunder durch die Integration eines Streichquartetts, Fagotts und Waldhorns. Auslöser für die Erweiterung der Gruppe um klassisches Instrumentarium war die Einladung von Band-Mastermind Malte Schiller zum Arrangement-Workshop des niederländischen Metropole Orchestra im Jahr 2012. Kennzeichen der weltweit bekannten, mit Oscar und Grammy gekrönten Formation ist seit über 60 Jahren die Verwebung von Jazz, Pop und Klassik.
„Das Metropole Orchestra hat mich auf die Idee gebracht, etwas mit Streichern zu machen“, erklärt Schiller, der im Anschluss an den Workshop mit Tonsetzer-Legende Vince Mendoza und Sangesmeister Kurt Elling gleich auch diverse Arrangieraufträge für die Niederländer erhielt. Vor diesem Hintergrund liegt es auf der Hand, dass sich Schillers Kompositionsstil auf „Not So Happy“ im Vergleich zum Vorgänger deutlich geändert hat. Dominierte auf „The Second Time Is Different“ noch eine Vielzahl verschiedener Stile, so wirkt die neue Einspielung geschlossener, reifer und runder. „Beim Schreiben habe ich in längeren Bögen gedacht“, sagt Schiller, „es ist alles auskomponierter.“ Was aber nicht bedeuten soll, dass sich das auf 18 Mitglieder angewachsene Grenzgänger-Kollektiv keine Freiheiten nehmen darf.
Im Gegenteil. Immer wieder überrascht, wie die Solisten auf eigene Faust die nachtschattigen Gärten von Schillers Kompositionen erkunden, die geschickt zwischen Jazz und Klassik vermitteln. Da lässt Baritonsaxofonist Viktor Wolf in der Nummer „Do the Viktor“ den Geist von Gerry Mulligan machtvoll wiederauferstehen, da durchzuckt das Oberton-Froschröhren von Saxofonist Uli Kempendorff die wohlgesetzte Stille in „Night Quiet“, da sorgt die von Schlagzeuger Reinhold Schmölzer eingesetzte „Chaos Box“ in „The Pond“ für Klang-Irritationen im Grenzbereich zur avantgardistischen elektronischen Musik. Schiller ist in der glücklichen Lage, eine verschworene und mit Preisen dekorierte Musikerschar um sich herum zu wissen, die ihm willig und inspiriert folgt. Neben Streichern aus dem Metropole Orchestra sitzen in Person der Saxofonistin Charlotte Greve und des Pianisten Manuel Schmiedel fünfzig Prozent des 2012 mit dem „Echo Jazz“ ausgezeichneten Lisbeth Quartetts hinter den Pulten bei Red Balloon; Trompeter Florian Menzel wiederum erhielt 2013 gemeinsam mit der Formation „The Major Minors“ den Deutschen Filmpreis für die Musik zum Überraschungserfolg „Oh Boy“.
Red Balloon ist für Schiller auch nicht einfach nur ein mit Talent prall gefüllter Spielball für seine orchestralen Visionen, sondern deutlich mehr. „Ich sehe das inzwischen wie eine Familie“, sagt der 1982 in Niedersachsen geborenen Wahl-Berliner, „man merkt, dass alle etwas von sich geben und zur gleichen Zeit dasselbe denken und dasselbe fühlen.“ Not So Happy? Von wegen. Malte Schillers Red Balloon macht glücklich.
„Not So Happy“ ist denn auch nicht als die Zustandsbeschreibung eines der verheißungsvollsten Jazz-Ensembles Europas zu verstehen, sondern eher als eine poetische Annäherung an den neuen Sound der Band. Dunkler ist der Gruppenklang geworden aufgrund der Hinzunahme von tieftönenden Instrumenten wie Kontrabassklarinette oder Tuba, aber auch profunder durch die Integration eines Streichquartetts, Fagotts und Waldhorns. Auslöser für die Erweiterung der Gruppe um klassisches Instrumentarium war die Einladung von Band-Mastermind Malte Schiller zum Arrangement-Workshop des niederländischen Metropole Orchestra im Jahr 2012. Kennzeichen der weltweit bekannten, mit Oscar und Grammy gekrönten Formation ist seit über 60 Jahren die Verwebung von Jazz, Pop und Klassik.
„Das Metropole Orchestra hat mich auf die Idee gebracht, etwas mit Streichern zu machen“, erklärt Schiller, der im Anschluss an den Workshop mit Tonsetzer-Legende Vince Mendoza und Sangesmeister Kurt Elling gleich auch diverse Arrangieraufträge für die Niederländer erhielt. Vor diesem Hintergrund liegt es auf der Hand, dass sich Schillers Kompositionsstil auf „Not So Happy“ im Vergleich zum Vorgänger deutlich geändert hat. Dominierte auf „The Second Time Is Different“ noch eine Vielzahl verschiedener Stile, so wirkt die neue Einspielung geschlossener, reifer und runder. „Beim Schreiben habe ich in längeren Bögen gedacht“, sagt Schiller, „es ist alles auskomponierter.“ Was aber nicht bedeuten soll, dass sich das auf 18 Mitglieder angewachsene Grenzgänger-Kollektiv keine Freiheiten nehmen darf.
Im Gegenteil. Immer wieder überrascht, wie die Solisten auf eigene Faust die nachtschattigen Gärten von Schillers Kompositionen erkunden, die geschickt zwischen Jazz und Klassik vermitteln. Da lässt Baritonsaxofonist Viktor Wolf in der Nummer „Do the Viktor“ den Geist von Gerry Mulligan machtvoll wiederauferstehen, da durchzuckt das Oberton-Froschröhren von Saxofonist Uli Kempendorff die wohlgesetzte Stille in „Night Quiet“, da sorgt die von Schlagzeuger Reinhold Schmölzer eingesetzte „Chaos Box“ in „The Pond“ für Klang-Irritationen im Grenzbereich zur avantgardistischen elektronischen Musik. Schiller ist in der glücklichen Lage, eine verschworene und mit Preisen dekorierte Musikerschar um sich herum zu wissen, die ihm willig und inspiriert folgt. Neben Streichern aus dem Metropole Orchestra sitzen in Person der Saxofonistin Charlotte Greve und des Pianisten Manuel Schmiedel fünfzig Prozent des 2012 mit dem „Echo Jazz“ ausgezeichneten Lisbeth Quartetts hinter den Pulten bei Red Balloon; Trompeter Florian Menzel wiederum erhielt 2013 gemeinsam mit der Formation „The Major Minors“ den Deutschen Filmpreis für die Musik zum Überraschungserfolg „Oh Boy“.
Red Balloon ist für Schiller auch nicht einfach nur ein mit Talent prall gefüllter Spielball für seine orchestralen Visionen, sondern deutlich mehr. „Ich sehe das inzwischen wie eine Familie“, sagt der 1982 in Niedersachsen geborenen Wahl-Berliner, „man merkt, dass alle etwas von sich geben und zur gleichen Zeit dasselbe denken und dasselbe fühlen.“ Not So Happy? Von wegen. Malte Schillers Red Balloon macht glücklich.
Lineup
Charlotte Greve – Altsax, Flöte, Klarinette, Sopransax
Timo Vollbrecht – Tenorsax, Sopransax, Flöte
Malte Schiller – Komp., Arr., Tenorsax, Flöte, Cl.
Viktor Wolf – Baritonsax, Bassklarinette, Flöte
Andrej Ugoliew – Posaune
Christopher Sauloff – Bassposaune
Florian Menzel – Trompete, Flügelhorn
Lars Seniuk – Trompete, Flügelhorn
Manuel Schmiedel – Piano
Andreas Waelti – Bass
Martin Kruemmling - Schlagzeug
Timo Vollbrecht – Tenorsax, Sopransax, Flöte
Malte Schiller – Komp., Arr., Tenorsax, Flöte, Cl.
Viktor Wolf – Baritonsax, Bassklarinette, Flöte
Andrej Ugoliew – Posaune
Christopher Sauloff – Bassposaune
Florian Menzel – Trompete, Flügelhorn
Lars Seniuk – Trompete, Flügelhorn
Manuel Schmiedel – Piano
Andreas Waelti – Bass
Martin Kruemmling - Schlagzeug
Details
Catalogue Number
Recording Engineer
Mixing Engineer
Mastering Engineer
Album Duration
Genre
Jazz
Release Date
16.04.2026
Description
Mit seinem elfköpfigen Ensemble Red Balloon hat der Saxofonist Malte Schiller zweifellos eine der spannendsten neuen Großformationen des aktuellen Jazz in Deutschland zusammengestellt. Spannend deshalb, weil hier nicht marktschreierisch Altes zertrümmert wird. Ganz im Gegenteil: Schillers Red Balloon bezieht sich bewusst auf die Vergangenheit, namentlich auf Gerry Mulligans Concert Band. Gleichwohl entsteht bei Red Balloon unter der Leitung eines ausgesprochen talentierten Komponisten und Arrangeurs etwas Neues - extrem differenzierte, abwechslungsreiche und farbintensive Klanggebilde mit überraschenden thematischen Entwicklungen, betörenden Melodien und originellen Updates der Tradition.
„The Second Time is Different“ – das ist nicht nur das titelgebende Stück der ersten Red Balloon- CD, sondern auch eine sehr genaue Umschreibung von Schillers Philosophie. Der 29-Jährige, der unter anderem Teil des deutschen Elitenensembles BuJazzO war, vermeidet stets das Erwartbare. Wie ein Alchimist experimentiert er mit den musikalischen Grundelementen und schaut gespannt zu, welche Veränderungen ein Motiv erfährt – wie es seine Form ändert, wenn man es unter Druck setzt oder ihm den Sauerstoff der Holz- und Blechbläser hinzufügt, wie es sich dreht, wenn es von der Rhythmusgruppe kontrapunktisch bearbeitet wird. Das Ergebnis ist Musik dies- und jenseits des Jazz-Mainstreams, irgendwo zwischen Maria Schneider, Tango Nuevo, Arvo Pärt und Choral- Polyphonie.
Dass Schiller alle diese Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen kann, verdankt sich nicht zuletzt seinem hervorragenden Ensemble, dem u. a. mit Uli Kempendorff, Charlotte Greve und Manuel Schmiedel einige der feinsten Musiker aus der neuen Berliner Jazzgeneration angehören. „Maltes Musik verfügt über Tiefe, Emotion und eine eigene traurige Schönheit, die auf mich als Hörer unglaublich anziehend wirkt“, sagt Schillers Mentor Ed Partyka. Besser lässt sich die Faszination, die von Red Balloon ausgeht, nicht in Worte fassen.
„The Second Time is Different“ – das ist nicht nur das titelgebende Stück der ersten Red Balloon- CD, sondern auch eine sehr genaue Umschreibung von Schillers Philosophie. Der 29-Jährige, der unter anderem Teil des deutschen Elitenensembles BuJazzO war, vermeidet stets das Erwartbare. Wie ein Alchimist experimentiert er mit den musikalischen Grundelementen und schaut gespannt zu, welche Veränderungen ein Motiv erfährt – wie es seine Form ändert, wenn man es unter Druck setzt oder ihm den Sauerstoff der Holz- und Blechbläser hinzufügt, wie es sich dreht, wenn es von der Rhythmusgruppe kontrapunktisch bearbeitet wird. Das Ergebnis ist Musik dies- und jenseits des Jazz-Mainstreams, irgendwo zwischen Maria Schneider, Tango Nuevo, Arvo Pärt und Choral- Polyphonie.
Dass Schiller alle diese Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen kann, verdankt sich nicht zuletzt seinem hervorragenden Ensemble, dem u. a. mit Uli Kempendorff, Charlotte Greve und Manuel Schmiedel einige der feinsten Musiker aus der neuen Berliner Jazzgeneration angehören. „Maltes Musik verfügt über Tiefe, Emotion und eine eigene traurige Schönheit, die auf mich als Hörer unglaublich anziehend wirkt“, sagt Schillers Mentor Ed Partyka. Besser lässt sich die Faszination, die von Red Balloon ausgeht, nicht in Worte fassen.