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Meklin Nicolai Weiss

TRIO MEKLIN NICOLAI WEISS


Der Start des Trios Meklin Nicolai Weiss war ein Konzert in der KlangBang Konzertserie in Basel im 2018. Darauf folgend im Sommer 2018 bespielte das Trio die Ausstellung „kopfLandschaften“ mit Bildern von Marcel Forrer und Skulpturen von Alexander Reder und den Zauberwald der Wunderkammer Zürich, innerhalb der Prozession „Begräbnis des Unsterblichkeits-Pilzes „Reishi“ geführt von der Künstlerin Anna Cholinksa. Anfangs 2019 eröffnete das Trio Meklin Nicolai Weiss im Museum für Urgeschichte(n) die Vernissage der Sonderausstellung zum Thema Eiszeit, Mammuts und Leben vor 17'000 Jahren, wo sie den URKLÄNGEN auf die Spur gingen.
Im Sommer 2024 spielte das Trio in der Ausstellung „Il canto celestino dei pupazzini“ von Giancarlo Nicolai, was für das Trio ein wichtiger Impuls für den weiteren Weg sowie für das kommende Album wurde. Angeregt durch die Ausstellung gelingte es dem Trio besonders gut, längere Klangeinheiten zu gestalten. Inspiriert von den Pupazzini-Figuren möchte das Trio ihre Musik wie verschiedene Figuren durch die Geschichte ziehen lassen, um andere Dimensionen des Hörens und der Zeit freizulegen. Indem sich das Trio den Raum und die darin befindenden Gegenstände mitklingen und -resonieren lässt, entfaltet sich eine Erzählung, die sich an ein zyklisches Wissensmodell orientiert und bestehende Hierarchien zwischen Klängen, Objekten und Menschen hinterfragt und neu mischt.


BIO GIANCARLO NICOLAI

geboren 1957 in Bern/Schweiz,
Gitarrist, Komponist und Improvisator seit 1977.
Laudes, Objekte, Figuren, Bilder
lebt seit 2016 in Basel,

Studienabschlüsse an der Swiss Jazz School Bern, am Musicians Institute of Technology
Los Angeles/USA, der Schweizer Akademie für Musik und Musikpädagogik und der
Musikakademie Basel. Schüler von Joe Pass, Jazz-Master-Class bei Joe Diorio . Seminare für Gitarre bei Mike Stern und für Komposition bei Carl Schroeder und
Ennio Morricone. Master-Studiengang Improvisation bei Fred Frith und Alfred Zimmerlin.
Nebst Stücken für die eigenen Formationen und fremde Bands komponierte er in den frühen Achtziger Jahren für Spiel- und Dokumentar-Filme sowie Puppentheater und Tanzperformances, auch Zusammenarbeit mit Visuellen Künstlern. Grenzbereich zwischen Musik und Bild. Tourneen mit Festivals in Indien und Russland mit dem Peter Schärli Sextett. Als langjähriger Partner von John Tchicai Tourneen in West- und Ost-Europa, aber auch Konzertreisen mit Makaya Ntschoko, Thomas Dürst Ueli Müller, Vitold Rek, Regula Neuhaus, dem Giancarlo Nicolai Gitarrenorchester, Giancarlo Nicolai Trio, Das Trio Acroasis und vielen anderen. Er führte die Eigenkompositionen mit grossem Erfolg auf und wurde nicht müde, immer neue Kompositionen zu erarbeiten. Es resultierten mehrere Schallplatten und Musikkassetten, später CD’s. Veröffentlichung zahlreichen Tonträger, z.B. beim britischen Label Leo Records.
Aktuelle Projekte:
Trio Meklin/Nicolai/Weiss mit Sandra Weiss (Fagott, Saxofon) Anna-Kaisa Meklin (Viola da Gamba) und das Basler Orchester unorthodoxjukebox o., für das Giancarlo Nicolai das grafisch notierte Stück „Aria Calda e Felice“ schrieb. Das Trio Nicolai Ruffing Tartarouglou ,Basel ein Elektroakustisches Trio. Und die Limitierte Auflage der CD „Jazz Guitar Solo, Compositions and Exercises by John Tchicai „ ist 2024 erschienen.

meeting on the 2nd floor |
Ist ein Dokumentarfilm von Simon Baumann und Andreas Pfiffner. Sie haben den Berner mit italienischen Wurzeln ein Stück auf diesem Weg begleitet und versucht, die Ursprünge seiner Kompositionen sichtbar zu machen. Entstanden ist ein intimes Portrait eines faszinierenden Menschen, eine Begegnung im Grenzbereich zwischen Musik und Bild, eine Begegnung auf einer anderen Ebene.
https: //www.tonundbild.ch › meeting-on-the-2nd-floor
Der Komponist Giancarlo Nicolai erforscht mit seiner Gitarre, und der Laudes neue Klangwelten. In seinen Kompositionen werden visuelle Strukturen hörbar und es entsteht eine Musik jenseits aller Konventionen. Seit vielen Jahren geht Nicolai musikalisch seinen eigenen Weg.

BIO SANDRA WEISS

geboren in Südafrika, Saxofonstudium am Berklee College of Music in Boston bei Andy McGhee, an der Zürcher Hochschule der Künste bei Christoph Grab und Nathanael Su, Fagottstudium an der Musikhochschule Luzern bei Stefan Buri, momentan wohnhaft in Zürich, CH.
Sie spielte u.a. neue italienische Volksmusik mit dem Orchestrina Ludiziana von Franco Ghigini, alte Schweizer Lieder neu interpretiert im Projekt Art & Weise von Dide Marfurt und Dodo Hug, Renaissancemusik auf historischen Instrumenten wie Schalmei, Pommer, Dulzian, Krummhorn, Gemshorn mit I Corteggiani von Christoph Peter, Westafrikanische Musik mit dem Perkussions-Ensemble Schlagart von Markus Maggiori mit Famoudou Konate, Daniel Pezzotti, Willi Kotoun, Roman Glaser, Südafrikanische Musik mit dem Trio Sumithram mit Lionel Sumithram und Chris Jaeger Brown sowie in verschiedenen klassischen Orchestern, Jazzformationen und experimentellen Musikprojekten in Europa, USA, Russland und Japan.

Ihre Musik konzentriert sich auf die Erforschung aller möglicher Klänge und Geräusche auf dem Saxofon und Fagott, als Soloprojekt und in ihren aktuellen Musikprojekten.
"Was ist Musik? Töne - Klänge - Geräusche - Stille bewusst zusammengesetzt durch Menschen…?! Ein Akt des Widerstandes...? Es braucht eine Notwendigkeit..."
Für das Jahr 2014 erhielt sie das sechsmonatige Auslandatelier Stipendium New York der Stadt Zürich.
Für das Jahr 2022 erhielt sie das Werkjahr der Stadt Zürich.
2025 erhielt das Insub Meta Orchestra den Schweizer Kulturpreis „Spezialpreis Musik“. Das Orchester, in dem Sandra Weiss seit 2015 Teil davon ist, spielt u.a. Kompositionen von Cyrill Bondi und d’incise, von dem Wandelweiser Komponisten Michael Pisaro und dem schwedischen Komponisten Magnus Granberg.
Im 2025 erschien auch das zehnte Album "Exhaustion / Proliferation" (Sawyer Editions) vom Insub Meta Orchestra.
Im 2025 wurde sie mit dem Projekt )|Es-p a_c•e.s|(, als artiste in résindence der GMEA in Albi(FR) eingeladen.

BIO ANNA-KAISA MEKLIN

Anna-Kaisa Meklin ist eine vielseitige Musikerin: Gambistin, Organistin, Improvisatorin und Komponistin. Sie lebt und arbeitet seit 2003
in Basel. Sie ist sowohl in der Alten Musik als auch in der experimentellen Musikszene tätig. In ihrer Arbeit verbindet sie oft Elemente der alten Musik
mit der zeitgenössischen Musik und der freien Improvisation. Sie interessiert sich für kollektive Prozesse und für die Frage der Verantwortung gegenüber Ihrer
Umgebung und dem Publikum. Sie spielt u.a. mit den Ensembles tangent mek, Forbidden Color, InsubMetaOrchestra, unorthodoxjukebox. Im 2019 war sie
Artist in Residence bei Embassy of Foreign Artists in Genf, wo sie die Installation Compos(t)ing Music, inspiriert von Texten von Donna Haraway, entwickelte. Im 2021 erhielt sie einen Kompositionsauftrag von Cyril Bondi und Cristian Alvear, sowie im 2024 von Mondrian Ensemble (UA 2025). Man kann sie bei den Labels Another Timbre, Edition Wandelweiser Records, Discreet Editions, Afterday, Antenna non Grata, Insub.records, Ricercar, Ligne de crête, Montagne Noir und Carton Records hören. Sie ist zertifizierte Leiterin für Deep Listening-Workshops.

RELEASES

Il Ciclo Del Sole Noturno

Digital Cover front Meklin Nicolai Weiss
Digital Cover back Meklin Nicolai Weiss

Lineup

Anna-Kaisa Meklin – viola da gamba
Giancarlo Nicolai – laudes
Sandra Weiss – fagott, saxophon

Details

Catalogue Number

UTR 5287

Recording Engineer

Thierry Simonot

Mixing Engineer

Anna-Kaisa Meklin and Thierry Simonot

Mastering Engineer

Giuseppe lelasi

Album Duration

Genre

Jazz

Release Date

24.04.2026

Description

Meklin Nicolai Weiss – Il Ciclo Del Sole Noturno

The trio Meklin Nicolai Weiss combines improvised music with influences from jazz, early music, classical traditions, and contemporary music. The unusual instrumentation of viola da gamba, lute, bassoon, and saxophone creates an organic, multi-layered sonic space in which the exploration of sound and resonance lies at the center.

The three wooden instruments — grown from centuries-old trees — meet the saxophone as a transformed natural material. A musical dialogue emerges between wood, metal, breath, and space.

Il Ciclo Del Sole Noturno consists of two long, suite-like improvised tracks that unfold as cohesive sonic landscapes. Recorded on two separate dates four years apart in St. Theresia Church in Allschwil, the distinctive acoustics of the space became as much a part of the improvisation as the audible environmental sounds. Sound designer Thierry Simonot shapes these conditions into a richly textured sonic work.

On vinyl, the music unfolds like a story engraved in grooves — a sounding archive that connects nature, space, and time.
Meklin Nicolai Weiss – Il Ciclo Del Sole Noturno

“We believe our music is connected to nature — to our environment as a whole.”

The trio Meklin Nicolai Weiss operates within the field of improvised music as a meeting point of three distinct musical backgrounds. Jazz, early music, classical traditions, Mediterranean influences, and contemporary music do not merge into a single style, but rather into a shared way of thinking about sound. At the core lies the exploration of each instrument’s sonic possibilities and the pursuit of a unified, breathing overall sound.

The trio’s distinctive instrumentation shapes its character: viola da gamba, lute, and bassoon — three wooden instruments grown from trees that stood for centuries within the natural cycles of the earth — meet the saxophone, which embodies the transformation of natural material into metal, yet still depends on wood to produce sound. In the hands of the three musicians, these materials give rise to sonic spaces that feel organic, archaic, and at the same time timeless.

The album Il Ciclo Del Sole Noturno consists of two long, suite-like improvisations that unfold as continuous sonic landscapes. It was recorded on two separate dates four years apart — both marked by particular astronomical constellations, including notable planetary alignments and lunar positions. The sessions took place in St. Theresia Church in Allschwil, whose distinctive acoustics and audible environmental sounds became an intentional part of the musical process. The surroundings are not a backdrop, but an active participant.

Within the unpredictable dynamics of improvisation, a musical space emerges that forms like a constellation: open, floating, and in constant motion. Sound designer Thierry Simonot shapes these unique conditions into a richly layered sonic artwork.

On vinyl, the music becomes a story engraved into grooves, gradually taking shape — like the slow growth of tree rings. The medium itself turns into a resonant body of the concept: a living archive of sound that continues to rotate, like the planets it reflects.
Meklin Nicolai Weiss – Il Ciclo Del Sole Noturno

Das Trio Meklin Nicolai Weiss verbindet improvisierte Musik mit Einflüssen aus Jazz, Alter Musik, Klassik und Neuer Musik. Die außergewöhnliche Besetzung mit Viola da Gamba, Laute, Fagott und Saxofon erzeugt einen organischen, vielschichtigen Klangraum, in dem die Erforschung von Klang und Resonanz im Zentrum steht.

Die drei Holzinstrumente – gewachsen aus jahrhundertealten Bäumen – treffen auf das Saxofon als transformiertes Naturmaterial. So entsteht ein musikalischer Dialog zwischen Holz, Metall, Atem und Raum.

Il Ciclo Del Sole Noturno besteht aus zwei langen, suiteartigen Improvisationen, die sich als zusammenhängende Klanglandschaften entfalten. Aufgenommen an zwei Daten im Abstand von vier Jahren in der Kirche St. Theresia in Allschwil, wurde die besondere Akustik des Raumes ebenso Teil der Improvisation wie hörbare Umweltgeräusche. Tondesigner Thierry Simonot formt diese Bedingungen zu einem vielschichtigen Klangbild.

Auf Vinyl entfaltet sich die Musik wie eine in Rillen gravierte Geschichte – ein klingendes Archiv, das Natur, Raum und Zeit miteinander verbindet.
Meklin Nicolai Weiss – Il Ciclo Del Sole Noturno

„Wir denken, dass unsere Musik etwas mit der Natur, mit unserer Umwelt als Ganzes, zu tun hat.“

Das Trio Meklin Nicolai Weiss bewegt sich im Feld der improvisierten Musik – als Begegnungsraum dreier eigenständiger musikalischer Biografien. Jazz, Alte Musik, Klassik, mediterrane Einflüsse und Neue Musik verschmelzen hier nicht zu einem Stil, sondern zu einem gemeinsamen Klangdenken. Der verbindende Kern ist die Erforschung von Klang auf den jeweiligen Instrumenten und das Streben nach einem homogenen, atmenden Gesamtklang.

Die außergewöhnliche Instrumentierung prägt den Charakter des Trios: Viola da Gamba, Laute und Fagott – drei Holzinstrumente, gewachsen aus Bäumen, die über Jahrhunderte im natürlichen Zyklus der Erde standen – treffen auf das Saxofon, das den Transformationsprozess von Naturmaterial zu Metall verkörpert und dennoch ohne Holz nicht zum Klingen kommt. In den Händen der drei Musiker:innen entstehen daraus Klangräume, die organisch, archaisch und zugleich zeitlos wirken.

Das Album Il Ciclo Del Sole Noturno besteht aus zwei langen, suiteartigen Improvisationen, die sich als zusammenhängende Klanglandschaften entfalten. Entstanden ist es an zwei Aufnahmetagen im Abstand von vier Jahren – beide unter besonderen astronomischen Konstellationen, geprägt von markanten Planetenkonstellationen und besonderen Mondständen. Diese Aufnahmen fanden in der Kirche St. Theresia in Allschwil statt, deren eigenwillige Akustik und hörbare Außengeräusche bewusst Teil des musikalischen Geschehens wurden. Die Umgebung ist hier nicht Kulisse, sondern Mitspieler.

In der unvorhersehbaren Dynamik der Improvisation entsteht ein musikalischer Raum, der sich wie ein Sternenbild formt: offen, schwebend, in ständiger Bewegung. Der Tondesigner Thierry Simonot verdichtet diese Bedingungen zu einem vielschichtigen klanglichen Gesamtkunstwerk.

Auf Vinyl wird diese Musik zu einer Geschichte, die sich langsam in den Rillen entfaltet – wie das Wachsen von Baumringen. Das Medium selbst wird zum Resonanzkörper des Konzepts: ein lebendiges Archiv von Klang, das sich – wie die Planeten – weiterdreht.

Die Pupazzini-Welt von Giancarlo Nicolai

Unter den über 400 Wäscheklammernfiguren sind die Pupazzinis zu Hause. Mittendrin erzählt das Trio Meklin Nicolai Weiss Geschichten.
In meiner Vorstellung verschmelzen Chlämmerlifiguren, klingende Pupazzinis, Natur, Musik und Figuren zu einer einzigartigen, faszinierenden Darbietung.
Die zunächst statischen und unbeweglichen Chlämmerlifiguren werden zum Leben erweckt, wenn sie sich in klingende Pupazzinis verwandeln. Diese Pupazzinis sind kleine, musikalische Figuren, die durch Bewegung und Klang Ausdruck finden. Jedes Pupazzini hat seine eigene Persönlichkeit und Stimme, die durch die Natur und unsere Musik inspiriert und aktiviert werden.
Im Hintergrund erklingt eine harmonische, melodische Musik, begleitet von natürlichen Klängen wie Vogelgezwitscher, Blätterrauschen und Wasserplätschern. Musik und Naturgeräusche schaffen gemeinsam eine atmosphärische Kulisse für das Zusammenspiel der klingenden Pupazzinis. Diese Geräusche setzen wir auf unseren Instrumenten musikalisch und improvisatorisch um.
Die Figuren tanzen und interagieren miteinander, ihre Bewegungen sind im Einklang mit der Musik und der Natur. Sie erzählen Geschichten, drücken Emotionen aus und laden das Publikum ein, sich in ihre imaginäre Welt der Fantasie und Schönheit zu begeben.
Die Verbindung von Klammerfiguren, klingenden Pupazzinis, Natur und Musik schafft ein ganzheitliches Erlebnis, das die Sinne anspricht und die Vorstellungskraft anregt.

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