Micha Zumsteg
Micha Zumsteg, E-Gitarre (*1996, Beinwil am See AG) ist Gitarrist und Komponist, tätig im Bereich Jazz, zeitgenössischer Musik und der improvisierten Musik. Er spielt mit einem einzigartigen Klangkatalog, bestehend aus extended Techniques, Präparationen und Effektpedalen. Nach kurzem Studium klassischer Gitarre bei Mats Scheidegger wechselte er an die Jazzabteilung der Hochschule Luzern. Da studierte er Jazz Performance und Improvisation bei Kalle Kalima, Julian Sartorius und Magda Mayas. Als Sideman spielt Zumsteg in zahlreichen Formationen, unter anderem bei der Luzerner Band Hypergarden und bei Omri Ziegele’s Billiger Bauer. Mit verschiedenen Ensembles trat er am Lucerne Festival, Echolot Festival und dem Schaffhauser Jazzfestival auf.
In seinem Debütalbum vereint er Chamber Jazz Elemente mit ausgedehnten Ambientwelten. Gesangliche Melodien dienen als Leitfaden durch tranceartige Kollektiv-Improvisationen.
In seinem Debütalbum vereint er Chamber Jazz Elemente mit ausgedehnten Ambientwelten. Gesangliche Melodien dienen als Leitfaden durch tranceartige Kollektiv-Improvisationen.
RELEASES
Lineup
Micha Zumsteg – electric guitar, comp
Maurice Storrer – tenorsaxophone
Paul Studer – double bass
Aaron Leutenegger – drums
Maurice Storrer – tenorsaxophone
Paul Studer – double bass
Aaron Leutenegger – drums
Details
Catalogue Number
UTR 5304
Recording Engineer
Christoph Utzinger
Mixing Engineer
Christoph Utzinger
Mastering Engineer
Christoph Utzinger
Album Duration
Genre
Jazz
Chamber Jazz, Ambient Jazz
Release Date
04.09.2026
Description
With "Future Dreams," one moves through spaces of thinking and feeling that Micha Zumsteg creates with a musical language that is both accessible and thought-provoking. Idyllic compositions stay on the edge of shifting into dark dystopian sonic fields, using improvisation with timbre, bitonality and dynamics as central method. Sometimes the winding, aspiring saxophone meets a dreamily brooding guitar that acts as a connecting element. Double bass sets strong impulses while the other instruments cavort around it. The drums occasionally create a cinematic foundation that the players had already withdrawn from themselves the moment before. In the quartet's interplay, a fabric emerges that sometimes becomes increasingly abstract and finally almost dissolves into a shared sonic feeling.
You're sitting in a musical field, the next moment confusion stirs up. The saxophone seizes the melody and pulls it with bubbling articulation in a new direction. These are the conversations and reflections being captured on this record: A motive emerges, another joins in, is mirrored, and carried forward. Thus, with "Future Dreams," one moves through spaces of thinking and feeling that Micha Zumsteg creates with a musical language that is both accessible and thought-provoking. Sometimes a winding, aspiring saxophone meets a dreamily brooding guitar that acts as a connecting element. Sometimes the bass sets impulses while the other instruments cavort around it. The drums occasionally create a foundation that the players had already withdrawn from themselves the moment before.
In the quartet's interplay, a fabric emerges that sometimes becomes increasingly abstract and finally almost dissolves into a shared sonic feeling. Images arise: moments of pause, of reflection, perhaps a guilty conscience? And then again something like redemption, yet the music remains in motion. The rhythm stumbles and tumbles, then transitions back into a flowing movement over an actually bumpy ground. At individual points, one can sense something like hope in the quartet's music, and in the next moment even this is turned and twisted, questioned, thought further.
Micha Zumsteg translates thoughts about the future into auditory spaces, makes uncertainties audible: a stumbling and reflecting that transitions into a simmering further thinking. Idyllic compositions stay on the edge of shifting into dark dystopian sonic fields, using improvisation with timbre, bitonality and extreme dynamics as central method. Sometimes you're pulled along, sometimes you linger in calm, unhurried melodies and observe the movement around you. On "Future Dreams," acceleration often emerges in the togetherness of reactions, in cascading impulses.
The sound always remains alive, organic, responsive. Despite all the movement and constant growth, a balance emerges: an organisation from improvisation, a plurality in spontaneity that anchors itself in a shared basic idea. Melodies step forward, some accessible, others dreamy and at times enchanted, and they all begin to speak together. – Elia Brülhart
In the quartet's interplay, a fabric emerges that sometimes becomes increasingly abstract and finally almost dissolves into a shared sonic feeling. Images arise: moments of pause, of reflection, perhaps a guilty conscience? And then again something like redemption, yet the music remains in motion. The rhythm stumbles and tumbles, then transitions back into a flowing movement over an actually bumpy ground. At individual points, one can sense something like hope in the quartet's music, and in the next moment even this is turned and twisted, questioned, thought further.
Micha Zumsteg translates thoughts about the future into auditory spaces, makes uncertainties audible: a stumbling and reflecting that transitions into a simmering further thinking. Idyllic compositions stay on the edge of shifting into dark dystopian sonic fields, using improvisation with timbre, bitonality and extreme dynamics as central method. Sometimes you're pulled along, sometimes you linger in calm, unhurried melodies and observe the movement around you. On "Future Dreams," acceleration often emerges in the togetherness of reactions, in cascading impulses.
The sound always remains alive, organic, responsive. Despite all the movement and constant growth, a balance emerges: an organisation from improvisation, a plurality in spontaneity that anchors itself in a shared basic idea. Melodies step forward, some accessible, others dreamy and at times enchanted, and they all begin to speak together. – Elia Brülhart
Mit „Future Dreams“ bewegt man sich durch Räume des Denkens und Fühlens, die Micha Zumsteg mit einer Klangsprache erschafft, die zugänglich ist und zum Nachdenken anregt. Idyllische Kompositionen befinden sich stets nahe dem totalen Umbruch zu dunklen, dystopischen Klangwelten, wobei die Band mit Timbre, Bitonalität und Dynamik improvisiert. Mal trifft das windende, aufstrebende Saxofon auf verträumt-ätherische Gitarren-Arpeggi. Mal setzt der Bass starke Impulse, während sich die anderen Instrumente darum neu formieren. Das Schlagzeug schafft einen Klangkörper, dem die darauf Spielenden sich im Moment zuvor bereits selbst entzogen. Im Zusammenspiel des Quartets kommt es zu einem Gewebe, das sich zunehmend abstrahiert und schließlich in einem gemeinsamen Klanggefühl beinahe auflöst.
Eben noch ruht man in einem musikalischen Feld, im nächsten Moment schwirrt Verwirrung auf. Das Saxofon ergreift die Melodie und zieht sie mit sprudelnder Artikulation in eine neue Richtung. Es sind Gespräche und Reflexionen, die hier auf die Platte gebracht werden: Ein Gedanke taucht auf, ein anderer kommt hinzu, wird gespiegelt und weitergeführt. So bewegt man sich mit „Future Dreams“ durch Räume des Denkens und Fühlens, die Micha Zumsteg mit einer Klangsprache erschafft, die zugleich zugänglich ist und zum Nachdenken anregt. Mal trifft ein sich windendes, aufstrebendes Saxofon, auf verträumt-ätherische Gitarren-Arpeggi. Mal setzt der Bass Impulse, während sich die anderen Instrumente darum tummeln. Das Schlagzeug schafft bisweilen einen Boden, dem die darauf Spielenden sich im Moment zuvor bereits selbst entzogen.
Im Zusammenspiel des Quartets kommt es zu einem Gewebe, das sich zunehmend abstrahiert und schließlich in einem gemeinsamen Klanggefühl beinahe auflöst. Es entstehen Bilder: Momente des Innehaltens, des Reflektierens, vielleicht ein schlechtes Gewissen? Und dann wieder so etwas wie Erlösung, und doch bleibt die Musik in Bewegung. Der Rhythmus stolpert und purzelt, findet dann wieder in eine fließende Bewegung über einen eigentlich holprigen Untergrund. An einzelnen Stellen spürt man so in der Musik des Quartetts doch auch etwas Hoffnung und im nächsten Moment wird auch diese gewendet und gedreht, hinterfragt, weitergedacht.
Micha Zumsteg übersetzt Gedanken über die Zukunft in auditive Räume, macht Unsicherheiten hörbar: ein Stolpern und Reflektieren, das in ein brodelndes Weiterdenken übergeht. Idyllische Kompositionen befinden sich stets nahe dem totalen Umbruch zu dunklen, dystopischen Klangwelten, wobei die Band mit Timbre, Bitonalität und starker Dynamik improvisiert. Mal wird man mitgezogen, mal verweilt man in ruhigen, unaufgeregten Melodien und beobachtet die Bewegung um sich herum. Beschleunigung entsteht auf Future Dreams oft im Miteinander der Reaktionen, in sich überschlagenden Impulsen.
Der Sound bleibt dabei immer lebendig, organisch, reagierend. Trotz aller Bewegung und des ständigen Hervorwachsens entsteht eine Balance: eine Organisation aus der Improvisation, eine Pluralität in der Spontaneität, die sich in einem gemeinsamen Grundgedanken verankert. Melodien treten hervor, die einen zugänglich, die anderen träumerisch und bisweilen verwunschen, und alle beginnen sie gemeinsam zu sprechen. – Elia Brülhart
Im Zusammenspiel des Quartets kommt es zu einem Gewebe, das sich zunehmend abstrahiert und schließlich in einem gemeinsamen Klanggefühl beinahe auflöst. Es entstehen Bilder: Momente des Innehaltens, des Reflektierens, vielleicht ein schlechtes Gewissen? Und dann wieder so etwas wie Erlösung, und doch bleibt die Musik in Bewegung. Der Rhythmus stolpert und purzelt, findet dann wieder in eine fließende Bewegung über einen eigentlich holprigen Untergrund. An einzelnen Stellen spürt man so in der Musik des Quartetts doch auch etwas Hoffnung und im nächsten Moment wird auch diese gewendet und gedreht, hinterfragt, weitergedacht.
Micha Zumsteg übersetzt Gedanken über die Zukunft in auditive Räume, macht Unsicherheiten hörbar: ein Stolpern und Reflektieren, das in ein brodelndes Weiterdenken übergeht. Idyllische Kompositionen befinden sich stets nahe dem totalen Umbruch zu dunklen, dystopischen Klangwelten, wobei die Band mit Timbre, Bitonalität und starker Dynamik improvisiert. Mal wird man mitgezogen, mal verweilt man in ruhigen, unaufgeregten Melodien und beobachtet die Bewegung um sich herum. Beschleunigung entsteht auf Future Dreams oft im Miteinander der Reaktionen, in sich überschlagenden Impulsen.
Der Sound bleibt dabei immer lebendig, organisch, reagierend. Trotz aller Bewegung und des ständigen Hervorwachsens entsteht eine Balance: eine Organisation aus der Improvisation, eine Pluralität in der Spontaneität, die sich in einem gemeinsamen Grundgedanken verankert. Melodien treten hervor, die einen zugänglich, die anderen träumerisch und bisweilen verwunschen, und alle beginnen sie gemeinsam zu sprechen. – Elia Brülhart